Sauerweins
Elbling statt Riesling, Muschelkalk statt Schiefer:
Matthias Sauerwein über den Weg vom geplanten Informatikstudium ins Weingut und Sekt aus eigener Hand.
Eigentlich wollte Matthias Sauerwein Wirtschaftsinformatik studieren. Heute führt er mit seinem Bruder Timo das SAUERWEINS Familienweingut in Palzem an der südlichen Mosel: 30 Hektar auf Muschelkalk statt Schiefer, 20 Rebsorten und ein Schwerpunkt auf dem Elbling, der ältesten deutschen Rebsorte. Getroffen haben wir uns auf dem 41. Weinsommer in Hannover, wo die Sauerweins seit über 20 Jahren am Stand stehen.

Bei uns kommt durch Zufall keiner vorbei. Man muss rausgehen und zum Kunden fahren.
Matthias Sauerwein
Drei Monate Grand Canyon statt Wirtschaftsinformatik
Matthias, wir stehen hier am Opernplatz in Hannover auf dem 41. Weinsommer, du bist selbst Aussteller. Erst einmal vielen Dank, dass wir das Interview führen können. Meine Einstiegsfrage ist eigentlich immer dieselbe: Wie bist du zum Weingut gekommen? Nur weil man aus einer Weingegend kommt, heißt das heute ja nicht mehr, dass man automatisch sagt: Yippie-ya-yeah, ich werde Winzer und übernehme den Betrieb.
Danke, ich freue mich, dass du hier bist. Bei uns war das eigentlich ganz klassisch. In der Jugend habe ich immer mal bei Weinfesten mitgeholfen, seit ich sieben bin, bin ich in den Sommerferien mit dem Papa rausgefahren: nach Solingen, nach Wuppertal und irgendwann auch hierher nach Hannover. Dadurch hat sich das entwickelt, ich hatte einfach Spaß daran. Nach dem Abitur wollte ich trotzdem ursprünglich Wirtschaftsinformatik studieren.
Von der Wirtschaftsinformatik zum Winzer, das ist schon ein ordentlicher Sprung. Was ist dazwischengekommen?
Der Grand Canyon. Nach dem Abitur bin ich erst einmal für drei Monate nach Amerika geflogen und habe dort im Naturschutz gearbeitet, in einer Gruppe junger Leute aus aller Welt, da waren 80 Nationen versammelt. Wir haben Wanderwege restauriert, Wege wieder freigeschnitten und Trockenmauern gebaut. Das war klasse. Und dabei habe ich gemerkt: Ich habe eigentlich Spaß daran, etwas in der Natur und mit Menschen zu machen. Da habe ich kurz überlegt und gedacht: Na ja, das kannst du daheim wunderbar haben. Also habe ich statt Wirtschaftsinformatik Weinbau in Geisenheim studiert und bin seit 2005, 2006 im Betrieb.
30 Hektar für zwei Familien
Das machst du jetzt also schon über 20 Jahre. Wie viele Hektar bewirtschaftet ihr aktuell?
Ich mache den Betrieb mittlerweile mit meinem Bruder Timo zusammen. Wir bewirtschaften 30 Hektar an der südlichen Mosel.

Für einen Moselwinzer ist das ziemlich groß. Auf eurer Website habe ich gelesen, dass eure Reben auf fast 20 Kilometer Mosellänge stehen, von Nennig bis Rehlingen, dazu 20 verschiedene Rebsorten.
Das ist dadurch gekommen, dass wir gesagt haben: Davon sollen zwei Familien leben können. Man macht das ja irgendwann weiter. Deshalb haben wir den Betrieb ein bisschen vergrößert und uns auf mehrere Ortschaften ausgebreitet. Und wir sind deutschlandweit auf Weinfesten und Messen aktiv.
Das ist super, so macht man sein eigenes Produkt bekannt, damit es in aller Munde ist.
Das ist eigentlich immer unsere Philosophie gewesen. Wir sitzen ganz im Süden der Mosel, weit ab vom Schuss. Bei uns kommt durch Zufall keiner vorbei. Man muss rausgehen, man muss zum Kunden fahren. Damit hat Papa 1984 angefangen, da hat er die ersten Weinfeste gemacht.

Vom Gemischtbetrieb zum Weingut: 100 Jahre in Palzem
Dein Papa war also der Erste, der das Weingut aufgebaut hat?
Es ist ein Familienbetrieb. Den Namen können wir über 400 Jahre zurückverfolgen, bis nach Tirol. Irgendwann sind die Sauerweins an die Mosel gezogen, so um den Dreißigjährigen Krieg herum. Seitdem sind sie an der südlichen Mosel zu Hause. Der Betriebssitz, so wie er heute ist, wurde 1924 von meinem Urgroßvater gegründet, damals als Gemischtbetrieb: Schweine, Kühe, ein bisschen Ackerbau und eben Weinbau. Papa und Mama haben das ab den 80er-Jahren komplett in ein Weingut umgewandelt. Und 1994 kamen die Gästezimmer dazu.
Das heißt, ab und zu verirrt sich doch jemand zu euch nach Palzem?
Mittlerweile sogar mehr. Da war das Schengen-Abkommen super für unsere Region: Die Grenzen sind plötzlich offen, heute liegen wir gefühlt mitten in Europa.
Kommen die meisten Gäste aus dem Westen, aus Holland und Belgien?
Viele, tatsächlich. Die Region boomt durch Luxemburg. Da pendeln jeden Tag rund 100.000 Leute rein, die in Luxemburg arbeiten, aus Frankreich, aus Belgien und natürlich aus Deutschland. Und viele nutzen uns als Zwischenstopp, wenn sie aus Berlin, Hamburg oder Hannover auf dem Weg in den Süden sind.

Muschelkalk statt Schiefer: drei Weine, die man probiert haben muss
Jetzt eine spannende Frage, die ich eigentlich jedem Winzer stelle. Angenommen, ich kenne SAUERWEINS Weingut nicht. Welche drei Weine muss man von euch gekostet haben, um einen richtig guten Einblick in eure Arbeit zu bekommen?
Bei uns ist das ziemlich einfach. Wir sind untypisch für die Mosel, weil wir keinen Schieferboden haben, sondern Muschelkalk. An der südlichen Mosel sind das die Ausläufer des Pariser Beckens. Deshalb liegt unser Schwerpunkt auch nicht auf dem Riesling, wir sind als Moselwinzer eher beim Elbling. Das ist eine uralte, traditionelle Rebsorte, im Mittelalter war sie die beliebteste im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie fast ausgestorben, schwerpunktmäßig gibt es sie nur noch bei uns in der Region. Von daher sage ich ganz klar: Wir müssen unbedingt mit dem Elbling Sekt starten und mit einem Elbling als Wein. Am besten mit dem Elbling Sekt Extra Brut, einem knochentrockenen Sekt ohne Restsüße, dazu der Elbling vom Muschelkalk, ein klassischer, schöner, leichter Elbling.
1. Elbling Sekt Extra Brut
Knochentrockener Flaschengärsekt ohne Restsüße, im Betrieb selbst versektet: Die Trauben werden von Hand gelesen und als ganze Trauben schonend gepresst. Im Glas Zimt, Kamille und Pampelmuse, ein spritziger Klassiker vom Muschelkalk. Ideal zu Austern und Meeresfrüchten oder als herber Aperitif.
2. Elbling vom Muschelkalk 2025
Der „Wein für jeden Tag“ der Sauerweins, abgefüllt in der Literflasche: leicht, frisch und unkompliziert, im Jahrgang 2025 mit knackigen Aprikosentönen. Genau der Elbling, von dem Matthias meint: ein Sommerwein mit etwas Säure, die beim Elbling oft weicher ausfällt als beim Riesling.
3. 4-Brüder Rotwein Trocken 2025
Die Rotwein-Cuvée des Hauses, benannt nach den vier Söhnen von Edith und Erwin Sauerwein. Die Basis ist immer Cabernet Cortis, dazu kommen je nach Jahrgang Dunkelfelder, Dornfelder, Spätburgunder und St. Laurent. Ein kräftiger, eher internationaler Stil mit Brombeere, Rauchnoten und Wacholder, im Holz ausgebaut, ohne dass das Holz dominiert.

Sekt aus eigener Hand und ein Elbling, der nicht jedem schmeckt
Ganz kurz zum Sekt, ich bin neugierig: Versektet ihr den selbst?
Machen wir selbst.
Du stehst dann am Rüttelpult und rüttelst die ganze Zeit oder wie kann ich mir das vorstellen?
Wir machen das ganz klassisch wie beim Crémant oder in der Champagnerherstellung. Die Trauben für den Sekt werden alle von Hand gelesen und als ganze Trauben gepresst, also ganz schonend verarbeitet. Im Frühjahr nach der Lese füllen wir den Sekt, lagern ihn bei uns im Betrieb und rütteln ihn ab. Dafür stellen wir die Flaschen in Boxen, die Hefe rutscht dabei ganz gut nach unten, da können wir uns das klassische Abrütteln fast sparen.
Das heißt, das machst du wirklich alles selbst?
Ich habe Mitarbeiter, das muss ich auch sagen, wir sind ja viel unterwegs. Aber ja, da muss man schon ein bisschen was machen.
Ich frage so genau, weil ich viele Weingüter kenne, die sagen: Ich habe einen Sekt im Portfolio. Fragt man nach, gehen die wenigsten die extra Meile und machen ihn wirklich selbst. Viele Weingüter lassen fremd versekten, damit sie einen Sekt im Sortiment haben. Ich finde es verdammt cool, wenn ein Weingut sagt: Der kommt zu 100 Prozent von uns.
Klassische Produktion. Und ich finde es super, wenn man es selbst macht, weil man es dann besser kontrollieren kann. Ich weiß, wie ich meine Trauben verarbeitet habe und wo ich sie gelesen habe. Ich habe den Überblick, wie ich gefüllt habe, welche Hefe ich verwendet habe, dazu die Lagerung.

Noch einmal zum Mitschreiben: Du empfiehlst den Elbling Sekt Extra Brut und den Elbling vom Muschelkalk. Das heißt, ihr habt mehrere Elblinge? Auf eurer Website steht, mehr als 20 Prozent eurer Fläche sind Elbling.
Wir haben tatsächlich mehrere Elblinge, weil es die typische Rebsorte bei uns ist. Wenn Gäste oder Wanderer vorbeikommen und fragen, was typisch für die Region ist und was man unbedingt probiert haben muss, dann sage ich: Probier unbedingt mal einen Elbling. Er wird dir nicht unbedingt schmecken, das kann sein. Aber probieren musst du ihn auf jeden Fall. Er ist ein leichter Wein, jetzt in den Sommermonaten passt er perfekt, hat aber ein bisschen Säure.
Ich habe immer gehört: Wer Riesling wegen der Säure nicht so mag, sollte eher zum Elbling greifen. Jetzt sagst du mir, der Elbling hat Säure.
Die Elbling-Säure ist oft etwas weicher. Das ist zum Teil durch den Boden bedingt, aber auch dadurch, dass die Säure beim Riesling oft ein bisschen knackiger ist. Der Elbling hat in vielen Jahren durchaus eine ordentliche Säure, dafür haben wir die Burgunder mit milder Säure. Deshalb bauen wir den Elbling lieber klassisch aus, ruhig ein bisschen säurebetont. Und wer etwas Milderes möchte, geht bei uns in die Burgunder rein.
Rotwein an der Mosel: erst seit 1987 erlaubt
Ist das schon die dritte Empfehlung, die du gerade ansprichst oder ist die dritte eine ganz andere?
Da hätte ich tatsächlich gesagt: Probier mal Rotwein.
Rotwein? Welchen?
Wir haben eine Cuvée. Wir machen bei uns sehr viel Rotwein, weil ich Rotwein immer toll fand. Papa war damals auch einer der Ersten, die an der Mosel Rotwein angebaut haben, denn erst seit 1987 dürfen wir an der Mosel überhaupt Rotwein anbauen.
Das habe ich neulich schon von Daniel Immich gehört: Per Gesetz war festgeschrieben, dass die Mosel Riesling-Gebiet ist, dazu darf man Elbling anbauen und sonst nichts.
Genau. Man wollte ein bisschen das französische, romanische System imitieren: Im Burgund hat man sich auf Rotwein konzentriert, auf Spätburgunder, im Chablis auf Chardonnay. In der Champagne macht man selten einen Stillwein und keinen Rotwein. Das wollte man auch in Deutschland, an der Mosel, weil man damals gemerkt hat: Riesling ist international sehr gefragt und wird sehr gut bezahlt. Da war es eine natürliche Entwicklung zu sagen: Komm, wir schränken das ein. Auch wenn das die Vielfalt etwas beschneidet.
Ich denke mir bei so etwas immer: Warum per Gesetz? Als Winzer würde ich doch von allein sagen, mit dem Riesling verdiene ich das meiste Geld, also baue ich Riesling an.
So war es damals auch, man hätte es nicht unbedingt einschränken müssen.
Aber zurück zur Cuvée. Welche Sorten kommen da hinein?
Das variiert ein bisschen, ich habe sechs verschiedene Rotweinsorten. Die Basis ist immer Cabernet Cortis, eine neue, pilzwiderstandsfähige Rebsorte, also eine PIWI, die von sich aus robuster gegen Rebkrankheiten ist. Davon ist immer ein Viertel bis ein Drittel drin. Dazu kommen Dunkelfelder, Dornfelder und Spätburgunder, St. Laurent ist in der Regel auch dabei. Die Cuvée heißt „Vier Brüder“ Rotwein, denn wir sind tatsächlich vier Jungs, vier Brüder.

Ihr seid vier Brüder, aber nur zu zweit im Weingut tätig?
Wir sind zwei Winzer und zwei Informatiker. Daher kam auch die Idee zu der Cuvée: Die Informatiker sind Tobias und Andreas. Tobias hat sehr früh die erste Website für uns aufgebaut und den Onlineshop selbst programmiert. Andreas hat auf Weinfesten mitgeholfen, er lebt jetzt oben in Bremen. So haben wir gesagt: Komm, wir machen eine Vier-Brüder-Cuvée, im Weißen ein feinherbes, fruchtiges Cuvée und im Roten einen trockenen. Der Rotwein war der Wein, den ich mir immer vorgestellt habe: ein eher internationaler Rotweinstil, etwas kräftiger.
Baut ihr den im Holz aus?
Ja, auch im Holz. Aber ich mag Holz nur, wenn es nicht zu dominant ist. Ich finde Holz klasse, als Tisch, auf dem Fußboden, alles super. Im Wein finde ich es gut, wenn der Wein vom Holz gestützt wird. Im Hintergrund merkt man es, aber es sollte so sein, dass man denkt: Hat der jetzt im Holz gelegen oder nicht? Dann finde ich es elegant gemacht.

Also ist die dritte Empfehlung der Vier-Brüder-Rotwein.
Der Vier-Brüder-Rotwein, ja. Einfach, weil er ein bisschen untypisch für die Mosel ist. Und ich sage dann: Es gibt auch gute Rotweine aus Deutschland. Auch von der Mosel.
Klimawandel, Spätfrost und das Vorurteil von der Steillage
Mit Sicherheit. Ich habe sogar gehört, die Rotweine werden aufgrund des Klimawandels immer besser.
Genau, in vielen Jahren profitieren wir davon, dass es wärmer geworden ist. Wobei der Klimawandel ja eigentlich unser großes Problem ist.
Das ist schon zynisch, oder? Man profitiert vom Klimawandel, muss sich aber anpassen.
Klar, man passt die Rebsorten an. In den 70er-Jahren wurde viel Ortega gepflanzt, Kerner, andere Sorten. Jetzt geht man wieder zu neueren Rebsorten, die widerstandsfähiger sind, einfach weil andere Probleme auftreten. Unser größtes Problem in den letzten Jahren waren die Spätfröste, weil der Austrieb früher ist. Wenn es im März oder April noch einmal kalt wird, erfrieren die Weinberge. In der Pfalz ist das gerade ein riesiges Problem. Hagel haben wir dagegen eigentlich nicht. Und klar, dieses Jahr ist wie überall die Trockenheit ein Riesenthema.
Darunter leiden dann flächendeckend alle Winzer und wahrscheinlich auch alle Landwirte.
Die ganze Landwirtschaft, europaweit ist es dieses Jahr überall trocken. Wir sind deshalb am Umplanen. Gerade in den trockenen Jahren, die immer mehr werden, merken wir, dass es in den Steillagen schwierig wird. Ein Drittel unserer Fläche ist Steillage. Wir sind vor 15, 20 Jahren bewusst in die Steillage gegangen, haben alte Anlagen rekultiviert, neu angepflanzt und viel Geld investiert. Jetzt muss man leider sagen: Durch die Trockenheit und den wenigen Boden, den wir in der Steillage haben, rächt sich das ein bisschen.

Ich habe vorhin gar nicht nachgefragt und bin automatisch davon ausgegangen: Mosel, also Steillage. Jetzt höre ich heraus, dass es gar nicht zwingend Steillage sein muss. Das war ein Vorurteil von mir.
Das ist auch die Erwartung: Man hat Schiefer, man hat Riesling, man hat ein ganz enges Tal.
Genau dieses Bild hatte ich im Kopf, als du gesagt hast, ihr kommt von der Mosel.
Wir sind an der südlichen Mosel, da ist das Tal ein bisschen weiter und offener. Das ist eigentlich das Schöne. Und es ist deutlich internationaler. Die Grenze liegt direkt vor der Tür, Frankreich ist nicht weit, Luxemburg liegt direkt auf der anderen Moselseite. Durch das offenere Tal gibt es bei uns auch mehr flache Lagen. Bei uns ist das eine schöne Mischung.

Weinsommer, Onlineshop, Gästehaus: wo du die Weine probieren kannst
Jetzt noch einmal kurz zum Wein zurück. Wir haben die drei Empfehlungen. Wenn jemand das Interview list, fragt er sich: Hört sich gut an, wo kann ich das probieren? Hier auf dem Weinsommer in Hannover natürlich, hoffentlich auch nächstes Jahr.
Auf jeden Fall, seit über 20 Jahren bin ich hier dabei. Komm nächstes Jahr wieder vorbei.
Dann habe ich gehört, ihr habt einen Onlineshop, wo man deutschlandweit bestellen kann. Und man kann bei euch vorbeikommen, ihr habt sogar Betten.
Wir haben ein Gästehaus, ganz neu gebaut. Du findest uns aber auch deutschlandweit auf über 50 Veranstaltungen, wir machen viele Messen, Weinfeste und Verkostungen. Und wir sind auch hier in Hannover vertreten: Es gibt ein kleines Restaurant in Linden, das Tigris, wo es unsere Weine gibt.

Das ist cool. Man entdeckt immer wieder etwas Neues in der Stadt. Wie kam der Kontakt zustande?
Die sind auf uns aufmerksam geworden, weil sie unsere Weine selbst gern getrunken haben. Dann haben sie gesagt: Wir eröffnen ein Restaurant. Damals war das erste Restaurant noch an der Leine, glaube ich. So hat sich das entwickelt. Im Oktober machen wir im Tigris auch wieder eine Verkostung, zwei Tage lang, nach der Infa. Auf der Infa sind wir vorher noch mit dabei.
Ich überlege, ob ich vorbeikomme, ich finde das super spannend. Erst einmal vielen lieben Dank für das Interview. Und wir trinken hoffentlich gleich noch einen Wein am Stand.
Das machen wir sehr gern. Vielen Dank.



Elbling Sekt Extra Brut
Knochentrockener Flaschengärsekt ohne Restsüße, im Betrieb selbst versektet: Zimt, Kamille und Pampelmuse, ideal zu Austern und Meeresfrüchten.

2025er Elbling vom Muschelkalk
Der leichte Wein für jeden Tag in der Literflasche: frisch, unkompliziert, mit knackigen Aprikosentönen. Typisch südliche Mosel.

2025er 4-Brüder Rotwein Trocken
Kräftige Cuvée auf Basis von Cabernet Cortis mit Brombeere, Rauchnoten und Wacholder. Benannt nach den vier Söhnen der Familie.
Weitere Weingüter
Die andere Mosel: Elbling, Muschelkalk und vier Brüder
SAUERWEINS steht für eine Mosel, die viele nicht auf dem Zettel haben: Muschelkalk statt Schiefer, Elbling statt Riesling, ein weites, offenes Tal im Dreiländereck mit Luxemburg und Frankreich. Matthias und Timo Sauerwein führen den Betrieb, den ihr Urgroßvater 1924 gründete, in vierter Generation: mit 30 Hektar, 20 Rebsorten, Sekt aus eigener Flaschengärung und der Haltung, die schon Vater Erwin 1984 an den ersten Weinstand nach Trier brachte. Der Wein muss zum Kunden.
Probieren kannst du die Weine auf über 50 Weinfesten und Messen im Jahr, im Sommer auf dem Weinsommer in Hannover, im Onlineshop oder direkt in Palzem: bei einer Weinprobe in der Vinothek, auf einer Weinwanderung durch die Muschelkalklagen oder mit Übernachtung im Gästehaus „Zeit bei Sauerweins“.
SAUERWEINS Weingut
Römerstraße 2
54439 Palzem
Website: https://sauerweins.de
Rebfläche: 30 Hektar
Besonderheit: Muschelkalk statt Schiefer an der südlichen Mosel, Schwerpunkt Elbling, 20 Rebsorten, Sekt aus eigener Flaschengärung, Familienbetrieb seit 1924 mit Gästehaus und Vinothek.





